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Postprozessor

Software, die CAM-interne Werkzeugbahnen in maschinenspezifischen G-Code umwandelt.

Definition

Der Postprozessor (Post) ist die Schnittstelle zwischen CAM-System und CNC-Steuerung. Er konvertiert die interne Werkzeugbahnberechnung des CAM-Systems in den spezifischen G-Code-Dialekt der Zielmaschine. Jede Kombination aus Maschine und Steuerung erfordert einen eigenen, angepassten Postprozessor.

Detaillierte Erklärung

Ein Postprozessor ist kein einfacher Übersetzer — er muss maschinenspezifische Besonderheiten berücksichtigen: Werkzeugwechselabläufe, Kühlmittelsteuerung, Spindelorientierung, Sicherheitsabstände und herstellerspezifische Zyklen. Fehler im Postprozessor können zu Kollisionen oder Ausschuss führen.

Die Anpassung eines Postprozessors erfordert Kenntnisse in der jeweiligen CAM-API (z.B. Siemens NX/Post Builder, Mastercam/CPost) und fundiertes Wissen über die Zielsteuerung.

Arten & Varianten

Generischer Post

Standard-ISO-Code (DIN 66025), für einfache 3-Achs-Maschinen.

Maschinenspezifischer Post

Optimiert für eine bestimmte Maschine mit Werkzeugwechselabläufen, Zyklen, etc.

Normen & Standards

§
DIN 66025 / ISO 6983

NC-Programmsyntax — Basis der Postprozessor-Ausgabe.

§
ISO 14649 (STEP-NC)

Maschinenunabhängige NC-Programmierung.

Häufige Fragen

Warum braucht man für jede Maschine einen eigenen Postprozessor?
Jede Steuerung hat eigene G-Code-Dialekte, Zyklen und Maschinenabläufe (z.B. Werkzeugwechsel). Ein generischer Post nutzt diese Funktionen nicht optimal.

Relevante Werkzeuge