M LEXIKON 1× zitiert ✓ Geprüft März 2026

Maschinenstundensatz

Die Kosten pro Betriebsstunde einer CNC-Maschine inkl. Abschreibung, Raum, Energie und Wartung.

Definition

Der Maschinenstundensatz (MHS) ist die Kostenrate einer CNC-Maschine in €/h. Er umfasst Abschreibung, Kapitalkosten, Raumkosten, Energiekosten, Instandhaltung und anteilige Gemeinkosten. Der MHS ist die Basis für die Kalkulation von CNC-Fertigungskosten und die wirtschaftliche Bewertung von Investitionen.

Detaillierte Erklärung

Typische Maschinenstundensätze 2026: Konventionelle Drehmaschine 30–50 €/h, CNC-Drehmaschine 60–90 €/h, 3-Achs-BAZ 70–100 €/h, 5-Achs-BAZ 100–150 €/h, Hochleistungs-BAZ mit Palettenwechsler 120–200 €/h. Die Bedienerkosten (25–50 €/h) kommen hinzu.

Berechnung: MHS = (Abschreibung + Zinsen + Raumkosten + Energie + Wartung + Werkzeuge) / Jahres-Maschinenstunden. Bei 2-Schicht-Betrieb (3500 h/a) ist der MHS ca. 40% niedriger als bei 1-Schicht (1700 h/a) — die Fixkosten verteilen sich auf mehr Stunden.

Arten & Varianten

Kalkulatorischer MHS

Für interne Kalkulation und Stückkostenberechnung.

Angebots-MHS

Für Kundenkalkulation, inkl. Gewinnmarge und Verwaltungskosten.

Formel

MHS = (AfA + Zinsen + Raum + Energie + Wartung) / Jahresstunden [€/h]

Häufige Fragen

Wie berechne ich die CNC-Fertigungskosten eines Teils?
Fertigungskosten = (Rüstzeit + Bearbeitungszeit) × (MHS + Bedienerkosten) + Werkzeugkosten + Materialkosten. Der MHS ist dabei der größte Einzelposten.

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