RECHNERKOSTEN

CNC Stundensatz und Stückkosten berechnen

Kalkulieren Sie CNC-Fertigungskosten pro Teil aus Maschinenstundensatz, Bearbeitungszeit, Rüstkosten, Material und Werkzeugverschleiß. Der Rechner eignet sich besonders für Stundensatz CNC Fräsen und schnelle Angebotsabschätzungen.

Die Bearbeitungszeit können Sie im Zeitrechner vorbereiten; die Werkzeugkosten lassen sich mit dem Standzeit-Rechner absichern.

Bearbeitungszeit, Stundensatz und Losgröße eingeben

min
€/h
min
Stk.

Kosten pro Teil — Aufschlüsselung

GESAMTKOSTEN PRO TEIL

MASCHINENKOSTEN

RÜSTKOSTEN (ANTEILIG)

MATERIALKOSTEN

WERKZEUGKOSTEN

Kostenstruktur

Stückkosten nach Losgröße

1 STÜCK

10 STÜCK

100 STÜCK

Serienberechnung

GESAMTKOSTEN SERIE

EINSPARUNG VS. EINZELTEIL

Verwendete Formeln

Maschinenkosten = Bearbeitungszeit × (Stundensatz / 60) [€]
Rüstkosten/Teil = (Rüstzeit × Stundensatz / 60) / Stückzahl [€]
Kosten/Teil = Maschine + Rüst + Material + Werkzeug [€]
Serienkosten = Kosten/Teil × Stückzahl [€]

Maschinenstundensatz-Tabelle für CNC-Kalkulation

Diese Referenzwerte helfen bei der schnellen Angebotskalkulation, wenn noch keine interne Vollkostenrechnung vorliegt. Für belastbare Angebote sollten Sie den Satz immer mit Ihren realen Jahresstunden, Energiepreisen und Automationsgraden gegentesten.

Maschinentyp Richtwert [€/h] Typische Nutzung Kostenstruktur
Konventionelle Drehmaschine 30-50 Manuell, einfache Einzelteile Niedrige Fixkosten, hoher Bedienanteil
CNC-Drehmaschine 60-90 2-Achs, Revolver, Serienfertigung Abschreibung, Raum, Energie, Wartung
3-Achs CNC-Fräse 70-100 Standard-BAZ, Schraubstock oder Vorrichtung Abschreibung, Raum, Energie, Wartung
5-Achs Bearbeitungszentrum 100-150 Simultan oder 3+2, komplexe Teile Hohe Abschreibung, Messtechnik, CAM-Anteil
Paletten- oder Automationszelle 120-200 Mehrschicht, Automation, Serienfertigung Hohe Fixkosten, niedriger Bedienanteil je Teil
SCHNELLPRÜFUNG Stundensatz aus Kostenbestandteilen ableiten

Teilen Sie Ihre Jahreskosten durch real verfuegbare Maschinenstunden statt durch Nennstunden. Die Herleitung zeigt der CNC Stundensatz Ratgeber.

VOR- UND NACHKALKULATION Bearbeitungszeit und Standzeit verknüpfen

Mit Bearbeitungszeit und Standzeit sehen Sie sofort, ob Ihr Stundensatz oder Ihre Werkzeugstrategie den groesseren Hebel bietet.

Abschreibung

Anschaffungskosten über Nutzungsdauer und Jahresstunden verteilen.

Raum und Energie

Hallenfläche, Druckluft, Spindel, KSS, Absaugung und Grundlast.

Wartung und Instandhaltung

Service, Ersatzteile, Kalibrierung und ungeplante Stillstände berücksichtigen.

Bedienung und Gemeinkosten

Je nach Kalkulation separat ausweisen oder anteilig in den Satz aufnehmen.

REPORT

Kalkulation als Werkstatt-Report sichern

Speichern Sie Ihre Kostenaufstellung zusammen mit Maschinenstundensatz und Losgroessenvergleich als PDF fuer Angebot, Arbeitsvorbereitung oder interne Nachkalkulation.

CNC-Fertigungskosten berechnen — Ratgeber

Die präzise Kalkulation von CNC-Fertigungskosten ist entscheidend für wettbewerbsfähige Angebote und wirtschaftliche Produktion. Unser CNC Kosten-Rechner berücksichtigt alle relevanten Kostenfaktoren und liefert eine transparente Aufschlüsselung.

Kostenstruktur in der CNC-Fertigung

Die Fertigungskosten eines CNC-Teils setzen sich aus vier Hauptkomponenten zusammen: Maschinenkosten (typischerweise 40–60 % der Gesamtkosten), Rüstkosten (bei Einzelteilen oft 20–40 %), Materialkosten und Werkzeugkosten. Die Maschinenkosten ergeben sich direkt aus der Bearbeitungszeit multipliziert mit dem Maschinenstundensatz.

Maschinenstundensatz richtig kalkulieren

Der Maschinenstundensatz umfasst alle maschinengebundenen Kosten: Abschreibung, Finanzierung, Raumkosten, Energie, Instandhaltung, Software, Service und je nach Kalkulationsmodell anteilige Personalkosten. Entscheidend sind die produktiven Maschinenstunden statt theoretischer Nennstunden. Eine Schritt-für-Schritt-Herleitung steht im CNC Stundensatz Ratgeber.

Losgrößeneffekt und Serienkalkulation

Der Losgrößeneffekt ist der wichtigste Kostenhebel in der CNC-Fertigung. Die einmaligen Rüstkosten (Maschine einrichten, Werkzeuge vorbereiten, Programm laden, Erstteil messen) werden auf alle Teile der Serie umgelegt. Ein typisches Beispiel: Bei 30 Minuten Rüstzeit und 65 €/h Stundensatz fallen 32,50 € Rüstkosten an. Bei einem Einzelteil schlägt das voll durch — bei 100 Teilen sind es nur noch 0,33 € pro Stück. Unser Rechner zeigt diese Skalierung automatisch für 1, 10 und 100 Stück.

Werkzeugkosten und Verschleiß

Die Werkzeugkosten pro Teil hängen von der Werkzeugstandzeit ab. Ein VHM-Schaftfräser (Ø 10 mm) kostet ca. 25–80 €, eine Wendeschneidplatte 5–15 €. Die Kosten pro Teil berechnen sich aus: Werkzeugpreis / Standzeit × Bearbeitungszeit. Bei schwer zerspanbaren Werkstoffen wie Inconel 718 oder Titan können die Werkzeugkosten bis zu 30 % der Gesamtkosten ausmachen. Nutzen Sie den Schnittdaten-Rechner für optimale Schnittparameter.

Tipp: Hinweise

  • Bearbeitungszeit aus dem Bearbeitungszeit-Rechner oder CAM-Simulation übernehmen.
  • Werkzeugkosten: Werkzeugpreis / Standzeit (in Teilen) = Kosten pro Stück. Bei mehreren Werkzeugen: alle Werkzeugkosten addieren.
  • Materialkosten: Rohteile-Preis inkl. Sägeschnitt. Bei eigener Sägerei: Materialpreis + Sägezeit × Stundensatz.
  • Die Berechnung ist vereinfacht (keine CAM-Programmierung, QS-Kosten, Nacharbeit). Für Angebotskalkulation: 10–15 % Zuschlag einplanen.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet man die Fertigungskosten pro CNC-Teil?
Die Fertigungskosten pro Teil setzen sich zusammen aus: Maschinenkosten (Bearbeitungszeit × Stundensatz / 60), anteilige Rüstkosten (Rüstzeit × Stundensatz / 60 / Stückzahl), Materialkosten und Werkzeugkosten. Die Formel: Kosten/Teil = Maschinenkosten + Rüstkosten/n + Material + Werkzeug.
Was ist ein typischer Maschinenstundensatz für CNC-Maschinen?
Praxisnahe Orientierungswerte in Deutschland:
  • 3-Achs CNC-Fräse: 70–100 €/h
  • 5-Achs CNC-Fräse: 100–150 €/h
  • CNC-Drehmaschine: 60–90 €/h
Der Maschinenstundensatz umfasst Abschreibung, Energie, Instandhaltung, Raumkosten und anteilige Personalkosten.
Warum sinken die Stückkosten bei größeren Losgrößen?
Die Rüstkosten (Einrichtung, Werkzeugvorbereitung, Programmierung) fallen einmalig pro Serie an und werden auf alle Teile umgelegt. Bei 1 Teil tragen Sie die volle Rüstzeit (z.B. 30 min = 32,50 € bei 65 €/h). Bei 100 Teilen nur 0,33 € pro Teil. Deshalb lohnt sich eine Serienberechnung immer.
Welche Kosten werden oft vergessen?
Häufig vergessene Kostenpositionen:
  • Werkzeugverschleiß: Fräser, Bohrer, Wendeschneidplatten
  • Spannmittel: Vorrichtungen für Sonderteile
  • Programmierstunde: CAM-Programmierung bei Neuteilen
  • Qualitätskontrolle: Messzeit, Prüfmittel
  • Nachbearbeitung: Entgraten, Oberflächenbehandlung
Unser Bearbeitungszeit-Rechner hilft bei der genauen Zeitermittlung.
Wie optimiert man die CNC-Fertigungskosten?
Die wichtigsten Hebel:
  • Losgrößen bündeln: Rüstkosten auf mehr Teile verteilen
  • Schnittdaten optimieren: Mit dem Schnittdaten-Rechner die optimale Bearbeitungszeit finden
  • Werkzeugstandzeit erhöhen: Standzeit-Rechner für kostenoptimale Schnittgeschwindigkeit
  • Maschinenauslastung: Nebenzeiten durch Mehrfachaufspannung reduzieren
  • Material sparen: Rohteilgeometrie optimieren

Anleitung

1

Maschinentyp wählen

Wählen Sie den Maschinentyp (3-Achs-Fräse, 5-Achs-Fräse oder CNC-Drehmaschine). Der Stundensatz wird automatisch voreingestellt.

2

Kosten und Zeiten eingeben

Geben Sie die Bearbeitungszeit, Materialkosten, Werkzeugkosten und Rüstzeit ein. Bei Serien tragen Sie die Losgröße ein.

3

Kosten analysieren

Lesen Sie die Stückkosten mit Aufschlüsselung, das Kostenstruktur-Diagramm und die Batch-Skalierung (1 → 10 → 100 Stück) ab. Optimieren Sie Ihre Kalkulation.