CNC Kosten-Rechner
Fertigungskosten pro Werkstück berechnen — mit Kostenstruktur-Diagramm, Serienkalkulation und Batch-Skalierung.
Eingabeparameter
Kosten pro Teil — Aufschlüsselung
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Kostenstruktur
Stückkosten nach Losgröße
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Serienberechnung
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Nächster Schritt
Verwendete Formeln
Rüstkosten/Teil = (Rüstzeit × Stundensatz / 60) / Stückzahl [€]
Kosten/Teil = Maschine + Rüst + Material + Werkzeug [€]
Serienkosten = Kosten/Teil × Stückzahl [€]
CNC-Fertigungskosten berechnen — Ratgeber
Die präzise Kalkulation von CNC-Fertigungskosten ist entscheidend für wettbewerbsfähige Angebote und wirtschaftliche Produktion. Unser CNC Kosten-Rechner berücksichtigt alle relevanten Kostenfaktoren und liefert eine transparente Aufschlüsselung.
Kostenstruktur in der CNC-Fertigung
Die Fertigungskosten eines CNC-Teils setzen sich aus vier Hauptkomponenten zusammen: Maschinenkosten (typischerweise 40–60 % der Gesamtkosten), Rüstkosten (bei Einzelteilen oft 20–40 %), Materialkosten und Werkzeugkosten. Die Maschinenkosten ergeben sich direkt aus der Bearbeitungszeit multipliziert mit dem Maschinenstundensatz.
Maschinenstundensatz richtig kalkulieren
Der Maschinenstundensatz umfasst alle maschinengebundenen Kosten: Abschreibung (lineare AfA über 7–10 Jahre), Zinsen auf das gebundene Kapital, Raumkosten (Hallenfläche), Energiekosten (Hauptantrieb + Peripherie), Instandhaltung (ca. 3–5 % des Anschaffungspreises/Jahr) und Personalkosten (anteilig bei Mehrmaschinenbedienung). Aktuelle Richtwerte (2025): 3-Achs CNC-Fräsen 55–85 €/h, 5-Achs CNC-Fräsen 85–130 €/h, CNC-Drehmaschinen 45–75 €/h.
Losgrößeneffekt und Serienkalkulation
Der Losgrößeneffekt ist der wichtigste Kostenhebel in der CNC-Fertigung. Die einmaligen Rüstkosten (Maschine einrichten, Werkzeuge vorbereiten, Programm laden, Erstteil messen) werden auf alle Teile der Serie umgelegt. Ein typisches Beispiel: Bei 30 Minuten Rüstzeit und 65 €/h Stundensatz fallen 32,50 € Rüstkosten an. Bei einem Einzelteil schlägt das voll durch — bei 100 Teilen sind es nur noch 0,33 € pro Stück. Unser Rechner zeigt diese Skalierung automatisch für 1, 10 und 100 Stück.
Werkzeugkosten und Verschleiß
Die Werkzeugkosten pro Teil hängen von der Werkzeugstandzeit ab. Ein VHM-Schaftfräser (Ø 10 mm) kostet ca. 25–80 €, eine Wendeschneidplatte 5–15 €. Die Kosten pro Teil berechnen sich aus: Werkzeugpreis / Standzeit × Bearbeitungszeit. Bei schwer zerspanbaren Werkstoffen wie Inconel 718 oder Titan können die Werkzeugkosten bis zu 30 % der Gesamtkosten ausmachen. Nutzen Sie den Schnittdaten-Rechner für optimale Schnittparameter.
Tipp: Hinweise
- Bearbeitungszeit aus dem Bearbeitungszeit-Rechner oder CAM-Simulation übernehmen.
- Werkzeugkosten: Werkzeugpreis / Standzeit (in Teilen) = Kosten pro Stück. Bei mehreren Werkzeugen: alle Werkzeugkosten addieren.
- Materialkosten: Rohteile-Preis inkl. Sägeschnitt. Bei eigener Sägerei: Materialpreis + Sägezeit × Stundensatz.
- Die Berechnung ist vereinfacht (keine CAM-Programmierung, QS-Kosten, Nacharbeit). Für Angebotskalkulation: 10–15 % Zuschlag einplanen.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechnet man die Fertigungskosten pro CNC-Teil?
Kosten/Teil = Maschinenkosten + Rüstkosten/n + Material + Werkzeug.Was ist ein typischer Maschinenstundensatz für CNC-Maschinen?
- 3-Achs CNC-Fräse: 55–85 €/h
- 5-Achs CNC-Fräse: 85–130 €/h
- CNC-Drehmaschine: 45–75 €/h
Warum sinken die Stückkosten bei größeren Losgrößen?
Welche Kosten werden oft vergessen?
- Werkzeugverschleiß: Fräser, Bohrer, Wendeschneidplatten
- Spannmittel: Vorrichtungen für Sonderteile
- Programmierstunde: CAM-Programmierung bei Neuteilen
- Qualitätskontrolle: Messzeit, Prüfmittel
- Nachbearbeitung: Entgraten, Oberflächenbehandlung
Wie optimiert man die CNC-Fertigungskosten?
- Losgrößen bündeln: Rüstkosten auf mehr Teile verteilen
- Schnittdaten optimieren: Mit dem Schnittdaten-Rechner die optimale Bearbeitungszeit finden
- Werkzeugstandzeit erhöhen: Standzeit-Rechner für kostenoptimale Schnittgeschwindigkeit
- Maschinenauslastung: Nebenzeiten durch Mehrfachaufspannung reduzieren
- Material sparen: Rohteilgeometrie optimieren
Anleitung
Maschinentyp wählen
Wählen Sie den Maschinentyp (3-Achs-Fräse, 5-Achs-Fräse oder CNC-Drehmaschine). Der Stundensatz wird automatisch voreingestellt.
Kosten und Zeiten eingeben
Geben Sie die Bearbeitungszeit, Materialkosten, Werkzeugkosten und Rüstzeit ein. Bei Serien tragen Sie die Losgröße ein.
Kosten analysieren
Lesen Sie die Stückkosten mit Aufschlüsselung, das Kostenstruktur-Diagramm und die Batch-Skalierung (1 → 10 → 100 Stück) ab. Optimieren Sie Ihre Kalkulation.